Auf uralten Saumpfaden durch einzigartige Landschaften wandern:

Durch das Orjen-Gebirge, am Fjord von Kotor, im Lovcen-Nationalpark, am Skutarisee.  

 

Beschreibung

Wanderreise im Süden von Montenegro - ein vergessenes Land voller Geheimnisse und Überraschungen

Montenegro haben die wenigsten von uns auf dem Radar. Das "dinarische Karstgebirge" prägt Land und Landschaft von Montenegro. Gleich an der Küste recken sich die ausgewaschenen Kalkberge 900 bis 1600 Meter in die Höhe. Gegen das Landesinnere folgen Tiefebenen, Hochplateaus und weitere Bergzüge. Die steinige Landschaft ist mit gerade mal 680'000 Menschen auf 13'000 Quadratkilometern nur sehr dünn besiedelt.

Ein Netz von Verbindungswegen und Saumpfaden verband früher all die kleinen Dörfer, Weiler und Städtchen an der Küste und im Landesinneren untereinander. Mit der Ankunft des Autos und dem Bau von Strassen wurden diese zunehmend vernachlässigt und gerieten beinahe in Vergessenheit. Bis vor ein paar Jahren einige Leuten den Wert dieses Wegnetzes für den Tourismus erkannten und begannen, die Wege zu markieren und begehbar zu machen. Das war der Beginn des Wandertourismus in Montenegro.

Das kleine, dünn besiedelte Balkan-Land hat eine sehr wechselvolle Geschichte: Es wurde besetzt von Rom und Byzanz, von den Venezianern, Türken und Habsburgern, wurde am Kongress von Berlin 1878 ein erstes Mal selbständig. Dann folgten Wirren und Kriege, so dass sich Montenegro Serbien anschliessen musste und erst 2006 wieder unabhängig wurde. Eine Reise nach Montenegro bringt uns beispielhaft und quasi nebenbei die wechselvolle Geschichte des Balkans näher.

Die Reise: Wir wandern zunächst an zwei Tagen durch die Orjen-Berge mit ihrer einzigartigen Karst-Landschaft - Zinnen, Kanten, Spalten und Blöcke aus hellem Kalkstein. Der Karst im Orjen ist so fantastisch ausgebildet, dass offenbar alle anderen Karst-Landschaften an ihm gemessen werden!

Dann folgt der Fjord von Kotor. Diese aussergewöhnliche Landschaft gehört heute zum UNESCO Weltkultur- und Naturerbe. Sie entstand teilweise durch Vergletscherung in der Eiszeit, teilweise durch Erosion durch Flüsse. Es sind mehrere Buchten, von denen die innerste nur durch eine schmale Rinne zwischen den Bergen vom Meer her zugänglich ist. Wir geniessen diese weltweit einmalige Landschaft an drei Wandertagen.

Wir steigen von Kotor auf in den Lovcen-Nationalpark, die "Königsetappe" der Reise. Ein Ausflug in die Geschichte folgt anschliessend mit dem Besuch von Cetinje, der alten Hauptstadt von Montenegro. Von hier wandern wir sacht abfallend hinunter an das nord-westliche Ende des Skutarisees (auch Skadar-See genannt) und fahren mit dem Boot zu unserer Unterkunft in Virpazar, einem kleinen Marktflecken am See.

Es folgen zwei weitere Wanderungen im Bereich des Skutarisees: zunächst hoch auf die Krete, die Hinterland und Küste trennt und dann von dort aus hinunter an den See. Die letzte Wanderung führt uns von den Küstenbergen hinunter an das Meer.